In Memoriam

Tatjana Ansbach

 

Nach schwerer, mit Hoffnung und Geduld ertragener Krankheit, ist Dr. Tatjana Ansbach am 23. Mai 2018, nur wenige Wochen nach ihrem 70. Geburtstag verstorben. Mit Tatjana verlieren wir einen Menschen, der in den Herzen vieler Spuren hinterlassen hat, weil sie immer für andere da war, in ihrem engagierten, ereignisreichen und erfolgreichen persönlichen wie beruflichen Leben. Wir vermissen sie sehr. Was bleibt, sind Erinnerungen. Erinnerungen an eine gute Freundin, streitbare Anwältin für Schwächere, eine kluge, mutige und aufrichtige Frau.

 

Ihr Buch FREMD war Tatjana ein Herzensanliegen. Die geachtete und couragierte Juristin ermöglicht durch ihre sachlichen, aber dennoch erschütternden Erzählungen eine authentische Begegnung mit Menschen, die in unserem Land Zuflucht suchen vor Krieg, Not und Gewalt. Erläuternde juristische Anmerkungen verdeutlichen, dass unsere Gesetze Mitmenschlichkeit noch allzuoft vermissen lassen.

 

Dieses Buch, nun ihr Vermächtnis geworden, enthält viele wichtige Botschaften an ihre Leser: Persönliches Kennenlernen entwickelt Mitgefühl für Menschen in Not, verhindert Vorurteile und Ängste. Begegnungen lassen entdecken, wie ähnlich wir uns alle sind – unabhängig von Nationalität, Religion und Hautfarbe – in unserer Sehnsucht nach Frieden und der Hoffnung auf ein normales glückliches Leben.

 

Martin Osinski aus Neuruppin schrieb über FREMD in seiner Rezension für die Zeitschrift „Soziale Psychiatrie“ u.a.:

„… Ansbach schreibt mit dem Fachwissen einer promovierten Juristin, Spezialgebiete Völkerrecht und Menschenrechte, und mit 15-jähriger Erfahrung als Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht. Vor allem aber schreibt sie mit kompromisslos humanitärer Parteilichkeit – und mit großem Respekt vor ihren Protagonisten. Sie nimmt die Perspektiven unterschiedlichster Menschen ein - eines russischen Deserteurs, eines slowakischen Mädchens, eines tschetschenischen Familienvaters. Stets schaut sie durch die Augen der „Fremden“ auf das befremdliche System, das wir bereithalten – vorgeblich zum Schutz Verfolgter konstruiert, tatsächlich oft als undurchdringliche Mauer gegen die Menschen stehend. …“

 

Danke, liebe Tatjana, wir erinnern uns gern an die Begegnungen mit dir, deine herzliche Freundlichkeit, deine Aufrichtigkeit, deinen Humor, deinen konsequenten Einsatz für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.

 

Hannelore Schmidt-Hoffmann
Vorsitzende des FDA-Landesverbands Brandenburg

 

_________________________________________________________________________________________________

 

 

Tatjana Ansbach ließ es sich trotz der Einschränkungen durch ihre Krankheit nicht nehmen, ihre Abschiedsworte an die trauernden Angehörigen, Freunde und Weggefährten selbst zu verfassen. So können wir ihr nochmals nahe sein:

 

„Ich wurde am 1. April 1948 in Berlin geboren. Meine Eltern waren glücklich, sie waren zwei Hälften eines Ganzen. Wenn ich in den letzten Jahren, wo meine Mutter schon so Vieles aus ihrem Leben vergessen hat, auf meinen Vater zu sprechen kam, fingen ihre Augen an zu leuchten. An einen Streit, auch einen ganz kleinen, kann ich mich nicht erinnern. Dabei waren meine Eltern durchaus sehr verschieden. Mein Vater, voller Humor, schlagfertig, schnell, aber mitunter oberflächlich, handwerklich ungeschickt und meine Mutter, ernst, resolut, an allem interessiert und eher etwas pingelig. Handwerkliche Arbeit wie auch die Organisation des Familienlebens und des Haushalts hingen an ihr. Aber Beide voller Liebe. Beide verbanden gemeinsame politische Überzeugungen.

 

Gemeinsam mit mir wuchsen mein älterer Bruder Peter und meine jüngere Schwester Ursula auf. Das Auftauchen meines Bruders Peter im Jahre 1956, er war der Sohn meines Vaters, war für mich einschneidend. Schon lange hatte ich mir einen Bruder gewünscht. Aber einen großen Bruder – so einen Traum hatte ich für unerfüllbar gehalten. Meine Erwartungshaltung war riesig.

 

Aber dann wurde doch alles sehr schwierig. Ich weiß nicht, wie viel Kraft es meine Eltern, besonders meine Mutter, gekostet hat, sein Vertrauen zu gewinnen. Unsere Mutter hat Peter inniglich geliebt und er nannte sie scherzhaft und mit Hochachtung „Frau Mutter“. Kurz vor seinem 68. Geburtstag, im Dezember 2010, schlief er während der Mittagsruhe für immer ein. Seine Freunde organisierten in Saßnitz eine bewegende Trauerfeier. Obwohl es unserer Mutter schon schwer fiel, sich zu konzentrieren, war ihre kleine Rede sehr eindrucksvoll gewesen.

 

Meine Schwester Ursula ist die Person, die ich am besten kenne und die mir sehr nahe steht. Sie bedachte ich zu einem Jubiläum mit einem Gedicht, aus dem ich zitiere: Zugeben mag ich es ja nicht.| Doch ob Du warst ein süßer Wicht | als Baby oder kurz danach? |Die Mutti es Dir sagen mag.| Ich kenne Dich erst, als Du liefst |und mit dem Daumen friedlich schliefst. | Von Max und Moritz warst Du Max |und wie er ein frecher Dachs.| Wie er trugst Du ’ne fesche Tolle, |der Kamm wickelte ’ne kleine Rolle. |Golden war das Haar und lockig.| Du dagegen warst recht bockig.| Nie werd’ ich es Dir vergessen,| wie die Wut an mir gefressen, | als mein Heft mit feuchtem Lappen | Du gemacht zu ollen Pappen. | Doch ich hab Dir auch zu danken, |denn trotz Streiten und trotz Zanken | waren wir doch gute Schwestern,| auch noch heute, nicht nur gestern. …

 

Nach dem Abitur galt es, mich für einen Beruf zu entscheiden. Das war nicht so einfach, da sich meine Begabungen zwar in Grenzen hielten, aber gleichmäßig auf Sprachen, Natur- und Gesellschaftswissenschaften verteilten. Eigentlich hätte ich gern Außenpolitik studiert, zu dieser Zeit jedoch (1966) kam das für Mädchen noch nicht in Frage. Ich entschied mich also für die Chemie, merkte aber bald, dass das nicht mein Gebiet war. Ein wichtiges Argument für mein Jurastudium war, das dieses Studium nicht sehr anstrengend sein sollte. Ich vergebe mir das heute, denn nach den harten, wirklich harten Jahren mit der Chemie sehnte ich mich einfach auch nach etwas freier Zeit neben dem Studium.

 

Das Jurastudium war tatsächlich ausgesprochen leicht. Ich denke, das lag auch daran, dass das Recht der DDR nicht so kompliziert war wie das der Bundesrepublik. Dazu gäbe es viele interessante Ausführungen zu machen, aber eine Trauerrede ist vielleicht nicht der Platz dazu. Wie schon während des Chemiestudiums waren es auch hier wieder die Nebenfächer, die mich mehr als die Hauptfächer interessierten – nun vor allem Philosophie, politische Ökonomie des Kapitalismus, Logik, forensische Psychologie und vor allem Völkerrecht. Zivilrecht fand ich ausgesprochen langweilig – ich meinte immer, die Kontrahenten sollten lieber bei einem Glas Bier eine Einigung erzielen, statt sich vor Gericht zu streiten. Naja, das war vielleicht etwas naiv.

 

Es war nicht einfach, nach dem Studium durchzusetzen, dass ich auf dem Gebiet des Völkerrechts arbeiten konnte. Ich sollte eigentlich Richterin in Staßfurt werden, dazu war ich verpflichtet. Aber ich sagte mir auch, ich könne doch nicht andere einfach so über mein Schicksal entscheiden lassen. Ich muss wenigstens versuchen, meine Träume durchzusetzen. Wie gesagt, das war nicht einfach, aber ich habe es geschafft.

 

Im Jahre 1973 wurde ich wissenschaftliche Assistentin am Institut für internationale Studien in Leipzig. Im Zusammenhang mit meiner Arbeit las ich ein Fachbuch aus den 50er Jahren, das inzwischen total überholt war und zu politischen Zwecken unhaltbare wissenschaftliche Thesen vertrat. Am Anfang meiner wissenschaftlichen Tätigkeit fasste ich den Beschluss, an dem ich bis zum Schluss festgehalten habe: Niemals will ich etwas schreiben, für das ich mich später schämen muss. Allerdings sind mir auch Irrtümer unterlaufen und eine Aussage über die Umsetzung des Selbstbestimmungsrechts der Völker der Sowjetunion würde ich am liebsten aus meinen Veröffentlichungen streichen. Aber verbogen habe ich mich nie und zu verbiegen brauchte ich mich nicht.

 

Neun glückliche Jahre verbrachte ich in dieser damals sehr hässlichen Stadt. Die Arbeit machte mir Freude. Ich war recht erfolgreich, vor allem habe ich dort gute Freunde gefunden.

 

In die Jahre in Leipzig fiel auch die Adoption meines Sohnes Steffen. Lange schon hatte ich für mich entschieden, ein Kind zu adoptieren. Steffen war zweieinhalb Jahre alt, als er zu mir kam. Es war von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Ich war wirklich sehr glücklich. Steffen hat mir mit seiner schwachen Gesundheit auch viele Sorgen bereitet. Aber das gehörte eben dazu. Ein Kollege hatte einmal zu mir gesagt: „Warum tust Du das? Du könntest es doch so bequem haben. Und allein mit einem Kind ...!?“  Meine Antwort: „Wer will es schon immer nur bequem haben?“

 

Steffen lebt heute in München, ist Vater zweier Kinder, schwerkrank. Ich bin sehr traurig, dass ich ihm so wenig helfen kann. Mein großer Trost ist, dass er in der Familie seiner Schwester Manuela gut integriert ist und von ihr die notwendige Unterstützung erhält.

 

Später einmal wurde ich von Kollegen aus dem Westen gefragt, was denn an der DDR gut war. Über meine Antwort brauchte ich nicht lange nachzudenken: In der Bundesrepublik hätte ich es nie geschafft, als alleinerziehende Mutter eines nicht sehr gesunden Kindes zu promovieren und dann auch zu habilitieren.

 

Im Jahr 1982 nahm ich meine Arbeit im DDR-Komitee für Menschenrechte auf. Ich hatte einfach Horror davor, bis zur Rente immer das Gleiche zu tun. Das Komitee war eine systemnahe Organisation, die ihre Tätigkeit hauptsächlich auf die Propagierung der DDR-Politik auf dem Gebiet der Menschenrechte im Ausland richtete. Meine Arbeit bestand zu einem guten Teil in redaktioneller Arbeit einer zu diesem Zweck in deutscher und englischer Sprache herausgegebenen Zeitschrift. Wir versuchten, unsere Freiräume so gut wie möglich zu nutzen. Aber wir kannten auch unsere Grenzen und haben jedenfalls nichts unternommen, was unsere Existenz hätte gefährden können. Ich denke heute, dass ich damals (wie auch an anderen Stationen meines Lebens) zu viele Kompromisse gemacht habe. Allerdings – mein Vorsatz aus der Wendezeit, nie wieder Kompromisse zu machen, hat sich schnell erledigt. Ohne sie ging es damals nicht und geht es heute nicht!

 

Im Prinzip aber war und bin ich einverstanden mit dem Inhalt meiner Arbeit im Komitee. Ein Schwerpunkt lag zum Beispiel in der Frage der Einheit von politischen Freiheiten und sozialen Rechten. Und die Geschichte hat mir, glaube ich, recht gegeben. Während in der DDR wegen unzureichender politischer Freiheiten die sozialen Rechte schließlich gefährdet wurden, hindert heute die Nicht- oder unzureichende Gewährung sozialer Rechte die Menschen – jedenfalls einen großen Teil von ihnen – an der Wahrnehmung politischer Freiheiten. Um glücklich zu sein, benötigt der Mensch Brot und Rosen. Von Brot allein wird man nicht satt, aber was hat man von Rosen, wenn es kein Brot dazu gibt?

 

Ich habe gern im DDR-Komitee für Menschenrechte gearbeitet, zumal ich im Rahmen dieser Tätigkeit auch die Gelegenheit bekam, für die DDR in der UNO tätig zu sein. Das waren keine besonders gewichtigen Aktivitäten, aber sie waren besonders interessant. Nach einigen Jahren hatte ich das Gefühl, dass ich im Komitee aufgrund von zu viel Routine nichts mehr hinzulernen konnte. Ich suchte nach einer neuen Herausforderung und nahm 1987 meine Arbeit an der Humboldt-Universität auf. Ich habe immer gern gelehrt und meine wissenschaftliche Arbeit konnte ich fortsetzen.

 

Dann kam die Wendezeit – eine aufregende Zeit. Wie viele meiner Freunde hatte ich damals das Gefühl, dass meine Meinung zählt. Ich hatte die großartige Chance, als Beraterin am Runden Tisch für die Erarbeitung einer neuen Verfassung mitzuwirken. Aber es war nicht nur eine Zeit der Hoffnungen, sondern auch eine Zeit der Enttäuschungen.

Als Hans Modrow aus Moskau zurückkam mit der Losung „Deutschland einig Vaterland“ war es nicht so sehr die Losung, die mich verärgerte, sondern der Umstand, dass diese grundlegende Wendung in der Politik der SED, deren Mitglied ich war, nicht zuvor mit deren Mitgliedern diskutiert wurde. Ich zog die Konsequenzen und trug seither gewissermaßen ein Trauma mit mir herum, war und bin ich doch bis heute der Meinung, dass man politische Ziele nur erreicht, wenn man sich organisiert – ich kann es nicht mehr!

 

Im September 1990 – weniger als einen Monat vor dem endgültigen Ende der DDR – wurde ich zur Dozentin berufen. Auf diesen Umstand bin ich sehr stolz. Zuvor kam es jedoch zu einem unwürdigen, politisch motivierten Kompetenzgerangel zwischen dem damaligen Westberliner Wissenschaftssenator und dem Noch-DDR-Wissenschaftsminister. So kam es zu dem Kompromiss: 90 Wissenschaftler wurden wurde an jenem Tag berufen, darunter ich, eine von drei Gesellschaftswissenschaftlern.

 

So stolz ich auf die Berufung auch war, viel genutzt hat sie mir nicht. Nach Westberliner Hochschulrecht gibt es keine Dozenten. Ich bekam einen befristeten Vertrag, gültig bis 1996, und unterrichtete nun nicht mehr nur Völkerrecht, sondern die gesamte Bandbreite des öffentlichen Rechts – wie in der BRD üblich. Zeitweise fühlte ich mich wie die Neulehrer der Nachkriegszeit – Lernen und Lehren ging in Einem. Allerdings hatte ich nun nicht mehr so viel Kraft und Zeit für die wissenschaftliche Arbeit. Aber was ich schrieb, schrieb ich ohne Schere im Kopf. Ich bemerkte erst jetzt, wie schön es ist, ganz ohne solche Schere zu schreiben.

 

Ab 1996 musste ich mich um eine neue Arbeit bemühen – und bewarb mich für alles, was ich interessant fand. Leider ohne Erfolg – manchmal auch begründet mit deutlichem Hinweis auf meine Herkunft aus dem Osten. Schließlich wurde ich Rechtsanwältin – wider Willen! Ich fühlte mich in diesem Beruf erst besser, als es mir gelang, mich zunehmend und später fast ausschließlich auf das Gebiet des Ausländer- und Asylrechts zu beschränken.

 

Seit Beginn dieses Jahrhunderts kamen immer mehr tschetschenische Flüchtlinge zu mir, später auch Flüchtlinge aus dem Kaukasus. Die Beschäftigung mit der Politik Russlands und mit dem Schicksal der kaukasischen Völker war für mich eine große Bereicherung, aber das Schicksal meiner Mandanten zugleich auch schwere Belastung, insbesondere dann, wenn ich ihnen nicht helfen konnte. Meine Kraft für diese Arbeit bezog ich aus der Dankbarkeit derer, denen ich tatsächlich habe helfen können. Hier ging es nicht um Streitigkeiten über den Gartenzaun, hier ging es um Sein oder Nichtsein. Zunehmend gewann ich deshalb der Tätigkeit als Rechts-anwältin wichtige, positive Seiten ab und freundete mich mit ihr sogar etwas an.

 

Trotzdem fand ich es als Erleichterung, als ich am 1. Mai 2013 in Rente gehen konnte. Ich versuche, meine Freundschaften stärker zu pflegen, die ich unter großem beruflichem Stress sträflich vernachlässigt habe. Bei meinem Versuch, etwas zu schreiben, erreichte ich ein Ergebnis. Meine Zeit verbringe ich nicht mit Nichtstun, aber ohne Stress. Ich genieße das Leben …

 

Es ist schwer, ein Resümee zu ziehen. Vielleicht indem ich einige meiner Lebensmaximen benenne:

 

- Das Wichtigste im Leben ist, Freunde zu haben. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Freunde geben Halt, wenn es einmal schwierig wird.

 

- Eine Entscheidung mag schwer sein. Viel schwieriger ist es aber, keine Entscheidung zu treffen. Wenn man sich einmal entschieden hat, soll man dies nicht bedauern, sondern – falls man rückblickend diese für falsch hält – Lehren daraus ziehen.

 

- Das Schicksal ist nicht gerecht. Es hat keinen Sinn, mit seinem Schicksal zu hadern und zu fragen, warum es anderen besser geht. Ich muss tun, was ich kann, um zu erreichen, was ich will. Wenn ich mich einfach in das Schicksal ergebe, ohne selbst zu versuchen, es zu beeinflussen, so muss ich mir selbst Vorwürfe machen. Dann ist es schwierig, sein Schicksal zu akzeptieren. Habe ich aber in dieser Beziehung ein reines Gewissen, so kann ich auch mit Schicksalsschlägen leben.

 

- Anderen Menschen zu helfen, ihnen Gutes tun, macht einen selbst glücklich.

 

- Die Meinung anderer Menschen über mich ist mir schon wichtig. Aber wen ich selbst nicht achte, dessen Meinung ist mir auch völlig egal. Ich muss nicht bei jedem beliebt sein, aber ich brauche Menschen, die mich schätzen.

 

Wie viele interessante Menschen kreuzten das Leben meiner Eltern. Ich denke, meine Eltern hatten eine besondere Begabung, Freundschaften zu finden, zu pflegen und zu halten. Was mein Vater mit seiner Kontaktfreudigkeit und seinem sprühenden Humor schaffte, bewirkte meine Mutter durch ihre Güte und Verlässlichkeit. Die Familie, der Freundeskreis und schließlich die Gesellschaft als Ganzes – alles war für meine Eltern gleich wichtig. Sie konnten sich nicht isoliert davon begreifen.

 

Ich danke ihnen, dass sie mir das beigebracht haben. Und auch wenn es mir nicht gelingt, ihnen gleichzutun, so bemühe ich mich doch darum.

 

Bedanken möchte ich mich auch bei meinen vielen Freunden für die erlebnisreichen, gemeinsam verbrachten Stunden, für Eure zuverlässige und selbstlose Hilfe und nicht zuletzt für die vielen amüsanten und einzigartigen Gespräche.

 

Eure Tani, Tanjuscha, Tatjana, Tanja“

Druckversion Druckversion | Sitemap
© FDA-Brandenburg